Typische Anwendungsfälle und die damit verbundenen Herausforderungen

Wie angekündigt planen wir im nächsten Schritt einige Referenzinstallationen bei typischen Kunden durchzuführen. Um sicher zu stellen, dass die wichtigsten Anwendungsfälle davon abgedeckt werden, galt es zunächst eine entsprechende Segmentierung durchzuführen.

Alexander Osterhold hat im Artikel Basics – Struktur und Aufstellung bereits die grundlegende Wertschöpfungskette von Schimpke beschrieben.

In der Praxis ergeben sich im Wesentlichen die folgenden Fälle:

  1. Eine Kühlanlage wird an einen Maschinenbauer geliefert, der diese in eine Werkzeugmaschine integriert.
    Die Gesamtanlage wird dann bei einem Endkunden in Betrieb genommen, der an einem beliebigen Ort sitzen kann und Schimpke zunächst meist unbekannt ist.
  2. Im Falle eines Defektes einer Kühlanlage oder eines anderweitigen Austauschbedarfs wenden sich Endkunden häufig direkt an Schimpke und bestellen ein Ersatzgerät. Der Anwender ist Schimpke in diesem Fall naturgemäß bekannt.

Wenn man dies weitergehend betrachtet, ergeben sich daraus auch Unterschiede in den Vernetzungsanforderungen.

Analog zu vielen anderen Industrieprojekten kommen wir damit zu folgenden Kernfragestellungen:

Welches ist die primäre Vernetzungsebene für die IoT Anwendung? Der intelligente Sensor, einzelne Komponenten, die Maschinen oder die gesamte Produktionsanlage?

An welcher Stelle werden ggf. die Daten und daraus resultierende Informationen aggregiert?

Eine eindeutige Antwort gibt es auf diese Frage nicht, aber das ist hier auch nicht das Ziel. Es zeigt in jedem Fall, dass hier je nach Anwendungsfall unterschiedliche Sichtweisen möglich sind.

Am Beispiel unserer Kühlanlage lässt sich dies Stand heute wie folgt auf den Punkt bringen:

  • Im Fall b) wird es in vielen Fällen noch keine Vernetzung und ein darauf aufbauendes Condition Monitoring der Gesamtanlage geben. Daher ist es hier ein Mehrwert, wenn man dem Kunden ein solches Monitoring einer neuralgischen Komponenten anbieten kann. Darauf lassen sich dann Services wie Wartungshinweise etc. aufbauen, die dem Kunden über ein Portal von Schimpke angeboten werden.
  • Wenn die Kühlanlage wie in Fall a) als Bestandteile einer komplett neuen Gesamtanlage geliefert wird, ergibt sich ggf. ein anderes Szenario. Je nach Strategie des Anlagenherstellers könnte es hier auch bereits ein übergeordnetes Monitoring System geben. Idealerweise würden dann die Daten der Kühlanlage dort eingespeist und als Teil eines Service des Anlagenherstellers angeboten.

Im weiteren Projektverlauf werden wir uns beiden Szenarien widmen. Um ein Integrationsszenario darzustellen, wie es ggf. Fall a) benötigt wird, könnte man bspw. auf einen OPC UA Server zurückgreifen, der in das Schimpke IoT Device integriert wird.

Veröffentlicht in Allgemein, Inbetriebnahme, Proof of Concept

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